Mediation

Im Wirtschaftsleben sind Interessenkonflikte zwischen Unternehmen unumgänglich, sei es zwischen Konkurrenten oder zwischen Unternehmen der vor- oder nachgelagerten Wirt-schaftsstufe. Interessenkonflikte haben vielfältige Ursachen. Sofern zwischen den beteilig-ten Unternehmen keine Streitbeilegung erzielt werden kann, ist der Gang zu den staatli-chen Gerichten nahezu vorgeprägt. Derartige Verfahren sind jedoch von nicht unerhebli-chen Nachteilen geprägt, wie z.B. Zugang der Öffentlichkeit, lange Verfahrensdauer, meh-rere Instanzen, etc. Bei einem Urteil steht jedenfalls eines fest: Eine der Parteien ist der „Verlierer“. Um die Gewinner – und Verlierersituation für beide Parteien zu entschärfen bietet sich die Mediation („Vermittlung“) an.

Dies ist ein freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Lösung eines Konfliktes zwischen zwei Parteien. Eine solche Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, bei dem eine neutrale Person (der Mediator) im weitesten Sinne als Katalysator zwischen den Parteien fungiert und versucht, Lösungswege aufzuzeigen. Ziel der Mediation ist somit, dass beide Parteien ohne Gesichtsverlust unter weitestgehender Wahrung ihrer Interessen auseinandergehen und ohne Vorbelastung ihrem Geschäft nachgehen können.

Ein Mediator sollte bei Unternehmensauseinandersetzungen ein erfahrender Praktiker sein, der den Sachverhalt auch hinsichtlich seiner ökonomischen und technischen Kom-ponenten erfassen kann und in der Lage ist, Ideen für eine konstruktive Konfliktlösung zu entwickeln.